Nur nichts verpassen!

Die Angst, etwas zu verpassen, prägt uns Menschen. Sie lässt uns erstaunlicherweise auch dann nicht los, wenn wir alles haben und alles mitgemacht haben, was hip ist.
Warum? Weil wir im Tiefsten wissen, dass wir dabei sind, etwas zu verpassen. Sogar das Wichtigste, das Entscheidende. Wir wissen, dass wir nicht das sind, was wir sein sollten.

Jesus Christus erzählte einmal die absurd klingende Geschichte von Menschen, die zu einer großartigen Hochzeitsfeier eingeladen waren. Sie sagen alle ab, weil sie Wichtigeres zu tun haben. Sagen ab aus Angst, Wichtigeres zu verpassen, und ahnen nicht, dass sie durch die Ablehnung dieser Einladung genau das Wichtigste verpassen.

Das französische Universalgenie Blaise Pascal entdeckte in seinem Leben das Entscheidende, das er nicht verpassen durfte. Ihm genügte es nicht, eines der größten Genies seiner Epoche zu sein, ihm wurde klar, er brauchte mehr, als was er sich selbst oder was ein anderer Mensch ihm geben könnte, er brauchte Gott.
Er analysierte scharf: „Da die Menschen unfähig sind, Tod, Elend, Unwissenheit zu überwinden, sind sie überein gekommen, nicht daran zu denken. …Sorglos eilen wir in den Abgrund, nachdem wir etwas vor uns aufgebaut haben, das uns hindert, ihn zu sehen“.
Er sah die Spannung zwischen einerseits dem Elend, andererseits der Größe des Menschen und sagte dazu, diese Spannung sei völlig unbegreiflich ohne das Geheimnis von Sündenfall und Erlösung.
„Der Mensch gewinnt seine Größe aus seinem Elend…Wir sind aus einer besseren Natur, an der wir ehemals teil hatten, gestürzt, sind wie ein König, der aus seinem Lande verjagt und ohne alle Mittel ist, seinen Thron zurückzugewinnen“. „Wäre der Mensch nicht verdorben, würde er sich seiner Unschuld, der Wahrheit und Glückseligkeit erfreuen. Wäre er schon immer verdorben, hätte er keine Vorstellung von Wahrheit und Glück“.
Pascal entdeckte, dass Gott ihm (und uns!) dieses verlorene Glück wieder schenken will. Es liegt in unserer Beziehung zu dem Gott, der uns geschaffen hat.
Diese Beziehung ist uns wieder möglich durch Jesus Christus. In ihm, dem Sohn Gottes, bietet Gott uns an: „Wer Durst hat, soll zu mir kommen und trinken“ JohEv 7:37. Trinken ist hier Bild für echtes, erfülltes, glückliches Leben – genau das verpassen wir nämlich ohne ihn. Ebenfalls im JohEv 4:13f verspricht Jesus, dass er uns dieses Wasser so gibt, dass wir nie mehr durstig werden, nie mehr in die Angst geraten müssen, nun doch noch das Wichtigste zu verpassen.

Gott hat Großes mit unserem Leben vor, aber nur wenn wir uns ihm anvertrauen werden wir unser Potential realisieren. Wir sind einzigartig von ihm geschaffen, als Original, sind aber ohne Gott in der Gefahr, als Kopie zu enden – einfach zu machen, was vermeintlich alle machen, nur zu denken, was „man“ denkt, was „mainstream“ ist.
Wollen wir nicht mehr sein als kleine Angestellte in vergänglichen Unternehmen?
Es ist unendlich tragisch, dass die Menschen ihre hohe Berufung nicht erkennen. Sie greifen nach dem Mittelmäßigen, wo Gott ihnen viel Wertvolleres anbietet. Sie kriechen, wo sie fliegen könnten, wühlen im Mist, während Gott ihnen eine Krone anbietet.
Wem diese vergängliche Welt, dieses vergängliche Leben genügt, der leidet an falscher Bescheidenheit!
Das wirklich Wertvolle, das wir nicht verpassen dürfen, gibt es nicht für Geld, oder für Leistung, es ist unbezahlbar. Den Preis dafür, dass wir als Kinder Gottes ewiges Leben haben können, jetzt schon in einer wunderbaren Beziehung zu dem lebendigen Gott leben können, hat Jesus Christus für uns bezahlt, indem er am Kreuz für unsere Sünde, die uns von dem heiligen Gott trennt, bezahlt hat. Wir sind gefragt, ob wir dieses unendlich wertvolle Geschenk annehmen wollen. Wer es tut, merkt schnell, dass er vorher das Wichtigste verpasst hat.