Greta und die Gretchenfrage

Die Veränderung des Klimas wird immer spürbarer, bei uns nicht zuletzt durch die dramatische Trockenheit der letzten Jahre.
Vielen ist klar geworden, dass unser Verhalten nicht nachhaltig ist. Aber wie kann man das wirklich ändern?

Leider stellt Greta nicht die Gretchenfrage, das heißt, die Frage nach Gott spielt in all den Diskussionen keine Rolle.
Das ist sehr schade, denn wenn man fragt, warum wir in dieser Lage sind, liegt ein wichtiger Aspekt eigentlich auf der Hand:
Die meisten Menschen leben rein diesseitsorientiert nach dem Motto: nur ja nichts verpassen, man lebt nur einmal, also muss man alles mitnehmen, alles haben, was man kriegen kann. Wenn Menschen keine Gewissheit haben, dass sie ewig leben, dass das Beste erst noch kommt, finden Appelle zum Konsumverzicht kaum Gehör.
Ohne Gottesbezug gibt es auch keine Grundlage für eine Ethik, denn dann ist nichts verbindlich. Dann ist schwer vermittelbar, warum individuelle Freiheiten gerade hier eingeschränkt werden sollten.
Das Dilemma der menschlichen Gesellschaft ist, dass einerseits zügellose Freiheit zu gravierenden Problemen führt, andererseits die Herrschaft einer Elite oder eines einzelnen Diktators uns Menschen unsere Freiheit und Würde raubt.
Demokratie, Menschenrechte und wirtschaftlicher Wohlstand entstanden in den durch die Reformation geprägten Ländern, ihre Grundlage ist die Bibel. Wo der Mensch sich als Geschöpf eines persönlichen Gottes versteht, hat er Freiheit und Würde, gleichzeitig aber auch Grenzen seiner Freiheit, aufgrund der Rechte des ebenso wertvollen Mitmenschen. Außerdem ist dann klar, dass man die gute Schöpfung Gottes nicht rücksichtslos zerstört. Seit man diese Grundlage nicht mehr beachtet, gibt es eine Vielzahl negativer Entwicklungen, hier nur eine kleine Auswahl:

  • Wer viel Geld für fragwürdigen Luxus wie überteuerte Autos, Smartphones, Urlaub etc braucht, ist nicht bereit, für Nahrungsmittel einen angemessenen Preis zu zahlen. Industrielle Landwirtschaft und entsprechende ökologische Probleme sind dann aber unvermeidbar.
  • Ein großes ökologisches Problem ist der Flächenverbrauch. Obwohl die Zahl der Menschen in Deutschland konstant bleibt, und in den letzten Jahrzehnten in gigantischem Umfang (und mit schrecklichen ökologischen Folgen!!) Neubaugebiete erschlossen wurden, haben wir Wohnungsnot. Dies nicht zuletzt wegen der im Vergleich zu früher sehr stark gestiegenen Anzahl der Single-Haushalte, durch den schwindenden familiären Zusammenhalt, den extremen Individualismus. Eine Gesellschaft, die die Bibel nicht kennt, kann Familie nicht mehr sinnvoll gestalten.
  • Immer mehr Menschen sind psychisch krank, haben Suchtprobleme etc, und das hat meist mit Beziehungsproblemen, mit gescheiterten Beziehungen zu tun.
    Christen glauben an den drei-einen Gott, das heißt, an den Gott, der ein Beziehungswesen und ein Gott der Beziehungen ist. Er hat uns Menschen nach seinen Bild, und damit auch als Beziehungswesen geschaffen. Die fehlende bzw. zerbrochene Beziehung zu ihm ist eine denkbar schlechte Grundlage für gesunde menschliche Beziehungen.
  • Der wirtschaftliche Erfolg der westlichen Länder war früher gewährleistet durch Vertrauen. Dieses Vertrauen war begründet durch die Gottesbeziehung vieler Menschen, die einen wirksamen Schutz vor Korruption mit sich brachte. Das ist nun leider nicht mehr gegeben, und so kam es unter Anderem zur Weltfinanzkrise, deren Folgen bis heute nicht überwunden sind.
  • Der politische Diskurs hat eine extreme Schärfe erreicht, Respekt vor der Würde des Menschen (auch des Andersdenkenden!) geht verloren, das ist eine große Gefahr für Demokratie und Menschenrechte. Die Bibel begründet die Würde des Menschen mit seiner Gottesebenbildlichkeit und damit, dass Gott selbst in Jesus Christus Mensch wurde, dass er für uns starb, um uns mit ihm zu versöhnen. Ohne diese Grundlage bleibt die Würde des Menschen leider nicht unantastbar.

Diese Liste ließe sich fortsetzen. Jedenfalls zeigt die Geschichte an vielen Beispielen, dass ein auf die Bibel als göttliches Wort bezogener Glaube Menschen und ganze Gesellschaften in einzigartiger Weise positiv geprägt hat. Leider hat man diesen Ast, auf dem man saß, inzwischen abgesägt. Aber Gott lädt ein zur Umkehr. Sind Sie dabei?