Hoffnung wagen

„Hoffnung wagen“ ist der deutsche Titel eines Buchs von Barack Obama: „The Audacity of Hope“. Worauf können wir begründet hoffen?

„Der auf dem Thron Sitzende versprach: ‚Ich mache alles neu‘“ (Johannes-Apokalypse, Kapitel 21, Vers 5)

Der Optimist erklärt fröhlich, wir lebten in der besten aller möglichen Welten – und der Pessimist fürchtet, dass das stimmt.
Leiden Sie manchmal auch unter der Diskrepanz zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte:

  • In Ihrem eigenen Verhalten
  • Im Verhalten anderer Menschen, z.B. in Ihrer Umgebung, in der Politik…..?

Fragen Sie sich auch, warum vernunftbegabte Menschen (Sie eingeschlossen) sich so manches Mal unvernünftig und destruktiv verhalten?
Es scheint sich eine rote Linie durch die Menschheitsgeschichte zu ziehen:
Menschen bemühen sich redlich um das Gute, es entstehen beeindruckende Zivilisationen, aber immer wieder geht das Ganze schief. Es kommen gerade die ichbezogenen und grausamen Menschen an die Macht, und alles sinkt in Gewalt, Elend und Verfall zurück. Und das gilt auch für den Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen: wie oft sehen wir hoffnungsvolle Anfänge, dann aber bitteres Scheitern?
Wir alle tragen in uns eine Vorstellung dessen, was gut ist, und wie wir eigentlich leben sollten, und merken doch: weder ich selbst, noch andere, werden diesem Maßstab gerecht.
Der britische Schriftsteller C.S. Lewis sah im ungerechten Zustand der Welt zunächst ein schlagendes Argument gegen einen guten und allmächtigen Gott: Wenn er wirklich sowohl gut als auch allmächtig ist, kann er das Böse doch wohl nicht zulassen?
Doch dann fragte er sich: „Woher hatte ich meine Vorstellung von gerecht und ungerecht? Wenn die ganze Welt tatsächlich ohne Sinn und Verstand wäre, wäre uns das gar nicht bewusst. Gäbe es kein Licht und keine Augen, die es sehen könnten, würden wir niemals wissen, dass es dunkel ist. Dunkel wäre dann ein sinnloses Wort.“ Er musste sich eingestehen:
Dass uns ein moralisches Gesetz bewusst ist, lässt sich nicht materialistisch begründen.
Das sollte uns alarmieren: Es gibt eine Macht, die uns diese Vorstellung eingepflanzt hat, die uns zum Guten anhalten will, aber wir gehorchen ihr nicht – also muss diese Macht uns doch hassen??

Wir können uns diese Frage nicht selbst beantworten, weil keine philosophischen oder theologischen Bemühungen des Menschen Gott wirklich erreichen. Wenn, dann müsste er sich selbst erklären. Genau das ist der Anspruch der Bibel, dass in ihr Gott selbst zu Wort kommt. Und gleichzeitig der Anspruch von Jesus, als Mensch gewordener Gott uns Gott zu zeigen. Die Art, wie Jesus auftrat, war ja unerhört: „Er vergab Sünden, d.h. er tat so, als ob alles Unrecht, das je geschehen war, ihm geschehen wäre. Er sprach Menschen die Vergebung zu, ohne erst mal all die zu fragen, die Unrecht erlitten hatten. Das ist nur dann verständlich, wenn er wirklich der Gott ist, dessen Gesetze gebrochen wurden. Deshalb ist es unsinnig, von Jesus zu sagen, er wäre nur ein großer Morallehrer gewesen. Wir müssen uns entscheiden: Entweder er war Gott, oder er war ein Idiot oder Schlimmeres. Seine Feinde hatten das sehr gut verstanden. Man kann ihn als Geisteskranken oder als Dämon ansehen. Oder man kann ihm zu Füßen fallen und ihn Herr und Gott nennen. Aber man kann ihn nicht mit gönnerhafter Herablassung als großen Lehrer der Menschheit bezeichnen. Das war nie seine Absicht, und diese Möglichkeit hat er uns nie gelassen.“ (C.S. Lewis).
In der Bibel begegnet uns einerseits der Gott, der uns geschaffen hat. Auf der anderen Seite ein schonungslos realistisches Spiegelbild des Menschen, der sich nur um sich dreht (egal ob religiös oder Atheist) und immer wieder Unheil anrichtet, der entzweit ist mit Gott, mit seinen Mitmenschen, mit sich selbst. Daher musste etwas geschehen, damit Menschen mit Gott ins Reine kommen können. Im Zentrum des Neuen Testaments steht die Lehre von Jesu stellvertretendem Leiden und Sterben für alle Menschen, die Frieden mit Gott haben wollen. Dies empfinden viele als anstößig und ungerecht. Alle Bücher des Neuen Testaments bestehen aber nachdrücklich darauf, dass es für uns Menschen keine andere Chance gibt. Und es haben immer wieder Menschen die Erfahrung gemacht, dass sie gerade im Glauben an Jesus Friede mit Gott und echte Freude erleben. Und anders leben können als zuvor, weil die Diskrepanz zwischen dem, wie wir sein sollten, und wie wir tatsächlich sind, nun wirklich überwunden werden kann.
Christen haben also Grund zur Hoffnung, weil sie wissen, dass das Böse in dieser Welt, in der Macht so oft missbraucht wird, nicht das letzte Wort hat. Es kann heute schon überwunden werden, wo Menschen mit Gott versöhnt sind und aus seiner Kraft leben. Und es wird völlig besiegt, wenn Jesus Christus wiederkommt. Diese Hoffnung ist zentral für den christlichen Glauben und wird gerade in unserer Zeit dadurch bestätigt, dass viele Voraussagen der Bibel, die das Geschehen vor seiner Wiederkunft betreffen, sich erfüllt haben bzw. gerade dabei sind sich zu erfüllen.
Sie können schon heute ein von Gott hell gemachtes Leben führen, und haben eine Zukunftsperspektive, die über den Sargdeckel hinausreicht

Die Bibel verharmlost nicht, dass es eine Macht gibt, die uns Menschen zerstören will, unser individuelles Leben wie die Gesellschaft insgesamt. Sinn des Kommens Jesu war ganz entscheidend, diese Macht zu überwinden. Als Menschen stehen wir ungefragt in dieser Spannung zwischen Gott und Satan, gefragt sind wir aber, ob wir die Kinder des einen oder die Sklaven des anderen sein wollen.