Schlimmer geht immer

Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie werden gerne Superlative gebraucht: Schlimmste Krise … schlimmster Wirtschaftseinbruch….
Wir sollten nicht vergessen, dass es so manche Länder sehr viel härter trifft als uns, besonders, wenn sie noch mit anderen Problemen zu kämpfen haben. Z.B. mit Hungersnot wegen Bürgerkrieg, oder einer Heuschreckenplage. Die Verstädterung erhöht das Risiko vieler Todesfälle bei Katastrophen wie z.B. Erdbeben, aber gerade auch Epidemien, und es gibt noch einige Krankheitserreger mehr mit hohem Gefahrenpotential. Auswirkungen des Klimawandels wie Dürre, verheerende Stürme und Überschwemmungen werden zunehmen und sich um so schlimmer auswirken, wenn das betroffene Gebiet gleichzeitig von Epidemien heimgesucht wird. Die Finanzen, um Menschen zu helfen, sind immer weniger vorhanden, denn fast alle Länder sind heute schon schwindelerregend hoch verschuldet.
Manche internationale Konflikte verschärfen sich, und das macht die Problembewältigung schwieriger, selbst wenn man an das zerstörerische Potential tatsächlicher Kriege wie auch eines Cyber War gar nicht denken mag.
Es ist daher keine Angstmacherei, kein Bangemachen, das nicht gilt, wenn man feststellt: schlimmer geht immer.
Wir müssen lernen, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben. Wenn selbst beste Medizintechnik, der koordinierte Einsatz von beeindruckend viel wissenschaftlicher Kapazität und enorme finanzielle Mittel das Sterben von Millionen und gravierende Auswirkungen auf das Leben von Milliarden von Menschen nicht verhindern können, wird es Zeit, sich vom Machbarkeitswahn zu verabschieden. Der von Gott gelöste Mensch muss aufhören, sich mit Gott zu verwechseln.
Der kenianische Präsident hat sein Land wegen Corona zu einer Umkehr zu Gott und einem landesweiten Gebetstag aufgerufen. Die stolze Unabhängigkeit des Menschen von Gott wird in der Bibel Sünde genannt. Aber der Gott, der sich uns in diesem Buch erklärt, zeigt, wie Umkehr möglich ist. Und ihm ist an nichts mehr gelegen als daran, dass wir diese Möglichkeit wahrnehmen. Denn: schlimmer geht immer; die Hölle, die ewige Trennung von Gott, ist das Einzige, was das Superlativ „am schlimmsten“ verdient. Aber die gute Nachricht, das Evangelium ist: Gott hat alles dafür getan, dass wir mit ihm versöhnt sein können, hat seinen Sohn dafür geopfert. Noch ist er nur ein Gebet weit entfernt.